Tischler arbeiten in der Werkstatt an neuen Möbeln

Handwerker-Website: 7 Gründe

7 Gründe für Ihre Handwerker-Website

– Sie sind Handwerker oder Gewerbetreibende, Kleinstunternehmer oder Selbstständige? Wunderbar! Wirtschaft und Gesellschaft, wir alle brauchen Menschen wie Sie! Menschen, die anpacken, eigene Ideen verwirklichen, Dinge vorantreiben und Ziele erreichen wollen. Und damit Ihre potenziellen Kunden wissen, was Sie tun und warum Sie so gut sind darin, brauchen Sie auch eine eigene, professionell erstellte Website für Ihr Marketing. Ich nenne Ihnen hier sieben Gründe dafür.

Unternehmen u. Beschäftigte nach Beschäftigten-Größenklassen 2017

Wichtigste Output-Indikatoren nach Besch.-Größenklassen 2017

Wie wichtig Sie als Kleinstunternehmen sind, zeigen diese Zahlen: 87% aller Unternehmen in Österreich sind Einzel- oder Kleinstunternehmen (mit bis zu 9 Beschäftigten). Sie sorgen damit für 25% aller Arbeitsplätze und 11% der Lehrstellen (Quelle: Statistik Austria).

Jedoch viele Gewerbebetriebe, die in ihrem Business gut sind und deshalb die Notwendigkeit einer Webseite erkannt haben, verfügen über einen wenig einladenden Webauftritt. Der Gedanke „Hauptsache irgendeine Website“ funktioniert hier aber nicht. Denn eine der größten Herausforderungen für alle Kleinstunternehmen ist die Gewinnung neuer Kunden. Und eine gute Website kann folgendes leisten:

1. Kontaktaufnahme vereinfachen

Mit einer guten Website machen Sie es Ihren Kunden leicht, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Jemand benötigt einen Tischler, hat aber keine Telefonnummer parat? Auf der Website des Tischlereibetriebs steht die Firmen-Telefonnummer an prominenter Stelle, und noch besser: mit einem Fingertipp darauf übernimmt das Mobiltelefon die Nummer und ruft gleich bei Ihnen an!

Oder: Mit einem Klick auf die angeführte Email-Adresse verschickt der potenzielle Kunde eine Anfrage in Sekundenschnelle. Auch ein Kontaktformular mit Feldern zum Ausfüllen ist sehr hilfreich: so kann jede*r rasch eine einfache Nachricht mit Kontaktdaten hinterlassen, und Sie rufen zurück, sobald es Ihnen möglich ist.

Wie überall gilt auch hier: Versetzen Sie sich in die Lage des- oder derjenigen, die Ihre Dienste in Anspruch nehmen möchte. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kunden rasch und unkompliziert mit Ihnen in Kontakt treten können. Das ist der erste Schritt zu einem neuen Auftrag!

2. Neue Kunden gewinnen

Im zweiten Schritt können Sie Interessenten zu zahlenden Kunden machen. Eine gute Website dient nämlich auch dazu, Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistungen bzw. Ihre Produkte zu präsentieren. Eine ansprechende und benutzerfreundliche Webseite ist daher eine gute Möglichkeit, potenzielle Kunden zu zahlender Kundschaft zu machen.

Machen Sie deshalb in aller Kürze deutlich, was Ihre drei wichtigsten Services sind! (Für einen Tischler könnte das beispielsweise heißen: Maßmöbel – Küchenmontage – Fenstertausch.) Eine kurze Beschreibung macht dem User klar, ob er mit seinem Wunsch bei Ihnen richtig ist. Und dann greift er zum Telefon!

Während Sie Ihrer Arbeit nachgehen…

… erledigt die eigene Firmen-Website die Kundenakquise!

Modedesignerin macht Entwürfe am Computer
Elektriker bei Überprüfung eines Zählerkastens

3. Kundenbindung schaffen

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Bindung zum Kunden herzustellen. Die beste und einfachste ist, wenn Sie sich selbst vorstellen und authentisch präsentieren. Das schafft eine Nähe zum Kunden. Sie sind nicht irgendein anonymer Handwerksbetrieb, sondern zeigen ein Gesicht und erzählen eine Geschichte. Außerdem können Sie Ihr Team mit ansprechenden Fotos bei der Arbeit vorstellen und andere persönliche Aspekte auf Ihrer Website platzieren. Beispielsweise was Sie bei der Arbeit motiviert oder was Ihnen wichtig ist. So wirkt die Seite persönlich und erzeugt Vertrauen.

Wichtig: Gesichter auf der Website wirken freundlich und authentisch. Verwenden Sie aber keine Stockfotos. Engagieren Sie einen Fotografen und stellen Sie die Bilder auf Ihre Website. ⁠Dies weckt ein Gefühl von Vertrautheit.⁠

4. Präsentation der eigenen Arbeit – Referenzen und Testimonials

Die Referenzen auf der Website sind ebenfalls sehr wichtig für die Kaufentscheidung des potenziellen Kunden. Sie leisten in dem Moment keine aktive Überzeugungsarbeit. Das macht Ihre Onlinepräsenz automatisch für Sie. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein potenzieller Kunde Sie kontaktiert.

Wenn Ihre Kunden mit Ihrem Service oder Ihrem Handwerk zufrieden sind, sollten das auch die Besucher Ihrer Website sehen. Zu Ihren Referenzen gehören positive Statements der Auftraggeber. Das stärkt die positive Wahrnehmung Ihres Unternehmens nach außen.

Egal welches Handwerk oder Gewerbe: Fotos von Ihren Referenzprojekten gehören auf die Website und sollten dabei die komplette Bandbreite des Unternehmens abbilden. Der Kunde sieht dann sehr schnell, ob Ihr Unternehmen für sein Projekt geeignet ist. Deshalb muss ersichtlich sein, ob Ihr Betrieb kleinere Aufträge übernimmt, nur im Industriemaßstab arbeitet oder für Aufträge jeder Größe der richtige Ansprechpartner ist.

5. Suchmaschinen lieben Websites – auch Ihre!

Die meisten Interessenten, die nach einem Dienstleister suchen, machen das mittels Suchmaschinen wie Google. Innerhalb kürzester Zeit werden hier verschiedene Betriebe in der Region aufgelistet. Der Trick dabei: Unternehmen, die über eine eigene Website verfügen, werden von Google höher bewertet. Vor allem, wenn die Website professionell erstellt und für die Suchmaschine optimiert wurde. Dabei sind nicht nur Bild- und Textinhalt, sondern auch die sogenannten Meta-Tags wichtig.

Kurzum: eine eigene Website dient auch dazu, Ihre Suchergebnisse bei Google erheblich zu verbessern. Zusätzlich empfehle ich, die Google My Business Informationen umfassend zu pflegen und mit Fotos und Kundenrezensionen zu ergänzen.

Bilden Sie Ihre Tätigkeit ab!

Referenzfotos und Bilder Ihrer Arbeit erzeugen Vertrauen und bringen neue Kunden.

Schneiderin beim Designentwurf mit Kreide und Maßband

6. Auf Regionalität setzen

Regionale Wirtschaftsverbände bieten oftmals Gelegenheit, die Firmen- und Kontaktdaten einzutragen. Sorgen Sie dafür, dass viele Plattformen (wie z.B. die WKÖ, Herold, MyHammer, FirmenABC usw.) Ihre Website, E-Mail-Adresse und Telefonnummer eintragen. Sie sind so leichter auffindbar und die „starken“ Websites der Anbieter zeigen auf Ihre Website – und werten Sie damit auf.

Die Einbindung von Google Maps oder ähnlichen Diensten auf Ihrer Website hilft enorm, Kunden zu Ihrer Website zu leiten, wenn diese beispielsweise nach „Tischler im Raum Seekirchen“ suchen. Darüber hinaus ermöglichen Sie es potenziellen Kunden, einfach bei Ihnen in der Firma vorbeizuschauen und sich zu informieren, wie Sie arbeiten.

Rufen Sie jetzt an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin für Ihre neue Firmen-Website.

Ich freue mich auf Ihren Anruf!

7. Mit Social Media koppeln

Koppeln Sie Ihre Firmen-Website mit Ihren Social-Media-Profilen. Wenn möglich, nehmen Sie dafür die Unternehmensaccounts (statt der persönlichen), oder erstellen Sie dafür ein neues Unternehmerprofil.

Das Ziel ist, gegenseitig auf Website und Unternehmensprofil zu verweisen. Tragen Sie ihre Website in Ihrem Firmenprofil bei Facebook, Instagram, LinkedIn oder Xing ein – und platzieren Sie im Gegenzug auf der Website Ihre Social-Media-Profile. Das erhöht noch einmal die Präsenz und Glaubwürdigkeit Ihrer Firmenwebsite und hilft Kunden bei der Suche nach Ihren Dienstleistungen. Für Interessenten die z.B. viel auf Facebook sind, ist es dann noch leichter mit Ihnen in Kontakt zu treten.

Fotos: stock.adobe.com / LIGHTFIELD STUDIOS, nenadaksic, guruXOX, wavebreak3; Pixabay.com

Gruppe von älteren Radfahrern beim Ausflug

Zielgruppe definieren: 5 Tipps

Fünf Tipps, wie Sie Ihre Zielgruppe definieren

– Sie starten gerade Ihre Unternehmung, haben ein revolutionäres Produkt entwickelt oder wollen mit einer neuen Dienstleistung zusätzliche Kunden gewinnen? Excellent! Ihr Unternehmergeist und Wagemut werden belohnt, wenn Ihr Angebot auch die richtigen Kunden erreicht.

Doch wie finden Sie die passende Zielgruppe? Welche Menschen sind offen und bereit für Ihr Business? Wie erreichen Sie mit Ihren Marketingmaßnahmen jene Personen, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kaufen wollen?

Eine gute Basis für effiziente Marketingmaßnahmen ist die Definition von relevanten Zielgruppen. Diese sollte am Beginn Ihrer Marketingkonzepte, Werbeideen und Vertriebsmaßnahmen stehen. Je genauer Sie diese Überlegungen anstellen, umso besser ist jeder Euro im Marketing investiert – und umso schneller werden Sie mit Ihrem Produkt, Ihrem Service oder Ihrer Idee Geld verdienen! Hier nun die fünf wichtigsten Punkte, wie Sie Ihre relevanten Zielgruppen definieren:

1. Beschreiben Sie, was Ihr Unternehmen, Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung besonders gut kann

Zu Beginn werden Sie sich über folgende Punkte klar:

  • Wofür stehen Sie als Unternehmen, was sind Ihre Werte und Ziele?
  • Überlegen Sie genau, was Sie anbieten! Wo haben Sie besonders große Erfahrung?
  • Was unterscheidet Sie von Mitbewerbern? Was kann Ihr Produkt besser als andere?
  • Welchen Nutzen hat Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung? In welcher Lebenslage helfen Sie damit Ihren Kunden?

Beispiel: Ihre Baufirma bietet Holzhäuser in Massivbauweise an. Sie verwenden dafür vor allem nachhaltige Baustoffe und fertigen das ganze Haus vom Keller bis zum Dach. Die Planung kann besonders flexibel auf Kundenwünsche eingehen. Das Haus ist innerhalb von sechs Wochen nach Aushub der Baugrube aufgestellt und bezugsfertig.

2. Überlegen Sie, welche Kunden Sie damit ansprechen möchten – und welche nicht

Um hier gleich einem Missverständnis vorzubeugen: Ihre Zielgruppe ist nicht jeder, der Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung braucht und kaufen will. Es ist daher ein wichtiger Schritt, die Kernzielgruppe für Ihr Angebot herauszufinden. Je nachdem welche „Wunschkunden“ Sie erreichen möchten, wählen Sie dann entsprechende Marketingmaßnahmen und Werbeaktivitäten aus. Jugendliche haben eben andere Bedürfnisse als Senioren, genau so wie Paare sich für andere Dinge interessieren als Singles. Schließen Sie auch bewusst Kundengruppen aus, die Sie nicht mit Ihrem Produkt oder Ihrem Service versorgen möchten.

  • Welche Kunden möchten Sie ansprechen? In welcher Altersgruppe, welcher Region, welchem Preissegment befinden sie sich?
  • Wer passt zu Ihnen bzw. zu Ihrem Unternehmen, fachlich und menschlich?
  • Welche Zielgruppen möchten Sie nicht ansprechen, welche überlassen Sie Ihrer Konkurrenz?

Beispiel: Sie betreiben ein Radhotel am Innradweg und möchten das Angebot für ältere Radfahrer*innen ausbauen. Die Zimmer sind ruhig und großzügig, und die Speisekarte wird mit guten Weinen und feinen regionalen Gerichten aufgewertet. Es gibt eine Ladestation für E-Bikes, und bei kleineren Reparaturen hilft das Hotelpersonal. Über eigene Familienzimmer verfügt das Hotel dagegen nicht.

3. Beschreiben Sie die Zielgruppe nach diesen Merkmalen

Nun stellt sich die zentrale Frage: „Für wen ist mein Angebot nützlich?“ Um ein besseres Gefühl für mögliche Eingrenzungen Ihrer Zielgruppe zu bekommen, können Sie sich Anregung bei Zielgruppenmodellen (z.B.: Sinus-Milieus, Sigma-Milieus oder das Lebensphasenmodell) holen, welche die Gesellschaft nach verschiedenen Kriterien in unterschiedliche Gruppen einteilen. Beachten Sie dabei, dass diese Modelle sehr allgemein sind und nur einen Anhaltspunkt geben können. Zur Beschreibung Ihrer Zielgruppe verwenden Sie:

  • Demografische Merkmale, wie: Geschlecht, Alter, Wohnort/Region, Familienstand
  • Sozioökonomische Merkmale, wie: Bildung, Beruf, Einkommen, Kaufverhalten
  • Psychografische Merkmale, wie: Werte, Einstellungen, Interessen, Aktivitäten, Vorlieben

Beispiel: Eine Zielgruppe des Radhotels sieht wie folgt aus: Berufstätige Paare, 50-65 Jahre, verheiratet, wohnhaft im Einfamilienhaus in Niederösterreich; gut ausgebildet, im Beruf Beamte/Unternehmer, überdurchschnittliches Einkommen, qualitätsbewusst; fahren gerne mit dem Fahrrad, achten auf ihre Gesundheit und genießen die Natur; sie entdecken gern neue Regionen und Radtouren, sind gesellig und kommunikativ.

4. Finden Sie so viel wie möglich über Ihre Zielgruppe heraus

Um Ihre neuen Kunden so gut als möglich zu beschreiben, sollten Sie viele Informationen sammeln. Das können Umfragen bei bestehenden Kunden sein (z.B. Feedback von Hotelgästen), Kundengespräche bei Fachmessen oder Online-Umfragen (z.B. auf Facebook). Hilfreich ist auch die Auswertung von Google-Analytics-Daten und die Beobachtung Ihrer Mitbewerber.

Wer sind meine Kunden?

Wie werden Radtouristen auf das Radhotel und junge Familien auf Massivholzhäuser aufmerksam?

Gruppe von Radtouristen bei einer Radwanderung
Junge Familie mit Zeichnung von neuem Eigenheim

5. Formen Sie „Personas“ aus Ihren jeweiligen Zielgruppen und beschreiben Sie diese detailliert

Nun geht es darum, sich einen idealtypischen Vertreter Ihrer Zielgruppe genauer auszumalen. Personas helfen Ihnen dabei, Ihre Angebote und Produkte auf deren Bedürfnisse passgenau zuzuschneiden. Es ist unerheblich, ob Sie sich beim Entwerfen einer Persona an einer fiktiven Figur oder an einer realen Person orientieren. Zu den wichtigsten Leitfragen gehören unter anderem:

  • Was bewegt diesen Vertreter der Zielgruppe?
  • Welche Interessen hat er? Wie ist der Lebensstil?
  • Was sind seine Ziele und Wünsche?
  • Welche konkreten Probleme hat er, die ich lösen kann?
  • In welchen Medienkanälen bewegt er sich?
  • Wie trifft die Person Kaufentscheidungen? Wird sie dabei von anderen beeinflusst?

Beispiel: Die Personas der Zielgruppe für Ihre Massivholzhäuser könnten sein: Norbert (38) & Sabine (37), zwei Kinder (8 und 5 Jahre), verheiratet, er ist technischer Zeichner, sie ist Lektorin an der Uni Salzburg. Die Familie wohnt derzeit in einer 90qm-Mietwohnung in Anthering, das HH-netto beträgt 4500,-

Das Paar braucht mehr Platz für die wachsende Familie und möchte daher ein eigenes Haus bauen. Es soll gut geplant sein und schnell aufgestellt werden können. Beide sind gut ausgebildet, besuchen Baumessen und informieren sich vorwiegend online. Bevorzugte Social-Media-Kanäle sind Instagram, Facebook und Whatsapp.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

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Und diese Fehler sollten Sie bei der Zielgruppendefinition vermeiden:

  • Sich über „Wunschkunden“ erst gar keine Gedanken zu machen, weil sich Ihr Produkt sowieso von selbst verkaufen wird.
  • Eine gute Beschreibung Ihrer Zielgruppe nicht für notwendig zu erachten, weil Sie ja schon viele Kunden haben.
  • Die Zielgruppe möglichst groß zu definieren, um ja keine potenziellen Kunden auszuschließen!
  • Bei der Zielgruppendefinition von den eigenen, persönlichen Werten, Vorlieben und Kaufentscheidungen auszugehen.
  • Ihre Zielgruppen zu fremd oder zu kompliziert zu gestalten, besonders wenn die Vorstellungen überspitzt sind.
  • An Ihren schließlich mühsam erarbeiteten Personas festzuhalten und keinesfalls Anpassungen vorzunehmen!

Bei alldem vergessen Sie bitte nicht, dass Ihre Kunden immer noch Menschen sind, und keine Kategorien. Menschen sind verschieden, oft anspruchsvoll und immer für Überraschungen gut.

Fotos: stock.adobe.com / Robert Kneschke (3)